Friedrich Rieke – Weibel (gewöhnt euch ans linke Bild, es geht noch weit weniger 😉 ) – Gründungsmitglied DF’15 – Ansprechpartner für alle Kämpfer

Friedrich Rieke

Die Rieckes sind ein altes Geschlecht aus Altdorf, dessen Name sich ableitet vom Wort ‚Reiche’ und wenn man ihrer Familienchronik glauben will, waren sie dies schon immer. Die ersten Aufzeichnungen gehen zurück bis in die Zeit der drei Imperatoren (1547 IC), wo ein ‚Reiche’ sich für seine Verdienste und gehörige Bestechungsgelder einen Adelstitel erwarb und fortan ‚v. Riecke’ hieß.

Seither wurde der Titel immer in direkter Linie an die erstgeborenen Weiter vererbt, ebenso wie das Vermögen der Familie, abzüglich geringer Auszahlungen an zweit, dritt und Viertgeborene.

Die Familie, in die Friedrich hinein geboren wurde, begründet sich allerdings aus einem zweiten Arm des Stammbaumes, welcher sich um das Jahr 2452 IC vom Hauptstamm abspaltete und irgendwie ging dabei das C verloren, wodurch aus Riecke nur noch Rieke wurde. Bei diesem ersten Rieke, Karl Walter, handelte es sich um einen Drittgeborenen, der lediglich ein paar Hundert Kronen als Erbe erhielt.

Doch wo andere seines Schlages ihr Erbe verprassten, in die Welt zogen auf dass man nie wieder von ihnen hörte, war Karl ein findiger Geschäftsmann. Er verließ Altdorf und zog nach Marienburg, wo er als Buchmacher von den besten Händlern der alten Welt lernte, bis er schließlich selbst einen Handelskontor eröffnete.

Nun, fast ein Jahrhundert später, besitzt das „Handelshaus Rieke“ Kontore in Altdorf, Marienburg und im fernen Lothern, der Hauptstadt des Inselkontinentes Ulthuan, wo die Riekes elfische Handelswaren erwerben und mit diesen in der alten Welt ein Vermögen verdienen.

Friedrich nun kam als vierter Sohn des Kaufmannes Willy Rieke, dem Führer des Kontors in Altdorf, zur Welt. Wie seine drei älteren Brüder, sollte auch klein Fritz eines Tages in das Familiengeschäft einsteigen und wurde daher von seinem Vater auf manche Reise mit genommen. Er besuchte schon in jungen Jahren Marienburg und staunte als Zehnjähriger über den gewaltigen Seehafen von Lothern, der selbst das gewaltige Marienburg in den Schatten stellte.

Doch auch wenn Friedrich sich im Rechnen genauso geschickt an stellte, wie seine Brüder und auch den typischen Geschäftssinn der Rieke besaß, so weckte das Reisen mit seinem Vater nicht des Knaben Kaufmannsseele, sondern die Lust auf Abenteuer.

Mit Sechzehn Sommern kam es schließlich zum Streit mit seinem alten Herrn, der nicht gewillt war die Träumerein des Knaben, eine militärische Ausbildung und die nötige Ausrüstung zu finanzieren, nur um seinen jüngsten Spross auf irgendeinem Schlachtfeld im Norden sterben zu lassen. Er nannte es eine „schlechte Investition“, was die Wut des Jungen nur noch steigerte und dafür sorgte, dass dieser von Zuhause davon lief.

Schon nach wenigen Wochen war das wenige an Geld verbraucht und er fand sich gestrandet in einer Kleinstadt, einige Meilen von Altdorf entfernt wieder. Dort begegnete er in einer Taverne einem Schurken namens Hubert, den man ob seiner Sechs Fuß Körpermaße auch „der Große“ nannte. Er war der Anführer einer Brigantengruppe um Altdorf, die im Reikwald und am Reik ihr Unwesen trieben. Der Bandit nahm den Knaben unter seine Fittiche, nicht zuletzt weil dieser Lesen und Schreiben konnte. Die nächsten Jahre lernte Friedrich mit einer Waffe um zu gehen und von der Hand in den Mund zu leben.

Im Jahr 2524 IC wurde aus dem Brigantenhaufen eine Freischar, hauptsächlich weil die Behörden es schafften „Hubert den Großen“ fest zu setzen und ihm die Wahl ließen am nächsten Morgen dem Schafrichter vor geführt zu werden oder für den Imperator in den Kampf zu ziehen. So lernte Friedrich erstmals den Krieg kennen. Schlachten gegen Tiermenschen und Goblinstämme, die in den Wäldern hausten. Um das Jahr 2526 IC, Friedrich zählte nun Zwanzig Sommer, verteidigte die Freischar von Hubert eine Kleinstadt vor einem Überfall von Tiermenschen und Mutanten, die sich zu einer Armee zusammen geschlossen hatten (siehe „Erinnerungen“). Neben der Freischar und der Stadtwache befand sich unter den Verteidigern auch eine Abteilung der Legendären Carroburger Großschwerter.

Wo die Milizen und die Wache der Wildheit der Bestien nichts entgegen zu setzen hatten, hielten die grimmigen Veteranen stand, schlugen Welle um Welle Abschaum zurück und bildeten das Zentrum der Verteidigung, nachdem das Tor gefallen war.

Nach dieser blutigen Erfahrung, bei dem Hubert sein leben ließ, pilgerte Friedrich den Großschwertern hinterher, bis zur Stadt Carroburg selbst. Es brauchte mehrere Tage, in denen er sich Abends Mut antrinken musste, ehe er bei der Garnision vorstellig wurde und um die Aufnahme bei den legendären Schwertkämpfern bat. Wenn er Spott erwartet hatte, wurde er überrascht. Einer der Krieger erkannte sein Gesicht von den Überlebenden der Schlacht und auf dem großen Exerzierplatz testete man ihn. Bewies er im Umgang mit dem Rapier einiges an Geschick, so war sein Können auf dem Gebiet mit dem Bihänder eher mangelhaft, weshalb er sich Instinktiv für einen Gassenhauer entschied. Klingen dieser Größe erforderten weniger Geschick, als vielmehr Kraft und die besaß der Junge Mann im übermaß. Zwar nannten seine Prüfer ihn einen ‚beherzten Laien’ doch sie entschieden sich für eine Aufnahme in die Reihen der Großschwerter, wenn auch in der 3. Carroburger, der Söldnerbrigade und nicht zuletzt, weil die Invasion Archaons die Reihen der Carroburger ausgedünnt hatte. Hier nun sollte sich die Spreu vom Weizen trennen, seine Zeit als Großschwert begann…

 

… Jahre später durchzog Friedrich mit der 3. Carroburger die Alte Welt von Ost nach West und von Süd nach Nord. In den Ausläufern des Weltrandgebirges kämpften sie an der Seite von Zwergen gegen Horden von Goblins in den tiefen einer alten Mine. In den Weiten der südlichen Grenzgrafschaften Verteidigten sie eine Namenlose Stadt gegen eine Übermacht von Orks, bis ihnen nichts anderes übrig blieb, als die letzten Überlebenden zurück ins Imperium zu eskortieren.

Zuletzt standen Carroburger Großschwerter auf den Zinnen der verfluchten Stadt Praag, Hielten diese gegen die Vorhut von Archaons Truppen. Als die ersten Wellen an der mächtigen Festung zerschellten, wagte die 3. Carroburger gemeinsam mit zwei Schützenregimentern aus Talabheim, sowie einer Gruppe Kislevitischer Reiter einen Ausfall um es den Bewohnern mehrerer Gebirgssiedlungen zu ermöglichen in die Stadt zu flüchten. Doch sie scheiterten. In zu rascher Folge trafen neue Truppen der dunklen Götter ein, Reiter Scharen der Norse, welche den Rückzugsweg zur befestigten Stadt abschnitten. Unter schweren Verlusten musste sich das ausgerückte Heer gen Osten absetzen, weg von Praag und hin zum Weltrandgebirge. Bis sie die Hänge der Berge erreichten, verloren sie unzählige gute Soldaten an die flinken Reiter des Nordens.

Heldenhaft versuchten die Kisleviten auf ihren kleinen flinken Pferden gegen die schweren Kaltblüter aus dem Norden den Rückzug zu decken. Viele der glorreichen Großschwerter blieben zurück und erkauften Meile um Meile mit ihrem Blut, bis das Blatt sich wendete. Im felsigen Bergland verloren die Reiter ihren Vorteil und schnell lernten sie die Bolzen der Talabheimer zu fürchten. Es begann eine lange und beschwerliche Reise über verschneite Bergpässe und mit wenig Proviant, zurück in den Süden und ins heimische Imperium.

Die 3. Carroburger war nach diesem Einsatz weit unter Sollstärke. Neun von Zehn Männern lagen gefallen auf dem Wege, der hinter ihnen lag. Erschlagen durch der Norse Hand oder erfroren auf den Pässen.

Doch der Krieg stand nicht still, Archaons Sturm sollte der größte sein, den die Welt seid der Zeit Sigmars je gesehen hatte… neue Rekruten mussten her…

 

2530 IC, Spätsommer

Die Großschwerter Friedrich Rieke und Hartlund Reinholz in Begleitung der Shallya Schwester Emelie Staucher schließen sich in den Drachenlanden der Kampagne des Obristen „Tennebrand“ und dessen Landsknechthaufen. Erster Kontakt mit Talabheimern der „Procul a Patria“

 

2530 IC, Frühherbst

Friedrich Rieke übernimmt vorübergehend den Posten des Zahlmeisters. Zusammen mit Hartlund treffen sie in einer Ortschaft namens „Waldhof“ auf zwei Armbrustschützen der „Procul a Patria“, welche von den Großschwertern unter Sold und somit als Teil der 3. Carroburger, genommen werden. Gemeinsam mit einem angeheuerten Medicus und einem Freischäler der 3. stellen sie sich einer Horde Mutanten, die fälschlicher Weise als „Skaven“ bezeichnet werden. Die Talabheimer Schützen bekämpfen erfolgreich den Irrglauben und decken den Glauben an die Rattenmenschen als Lüge auf…

Nach den Ereignissen in den Drachenlanden im Spätsommer 2530 IC legte Friedrich sein Amt als Zahlmeister nieder und feierte im Herbst zum Aufklang für das geschäftige Jahr seine Beförderung zum Weibel.

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Weibel Herbst 2533 IC – Frühjahr 2534 IC , dann abgemustert, bei einer Reise durchs Nordland um an die Küste und von dort in die Streitlande zu gelangen.